8. Mai 2026 – Vortrag von Dr. Theresa Ehret
Das Elsass unter dem Hakenkreuz.
Alltag und Herrschaft in der annektierten Grenzregion (1940-1944/45)
8. Mai 2026, 19 Uhr, Museum für Stadtgeschichte
Rheintorplatz 1, 79206 Breisach am Rhein
Wir freuen wir uns sehr, Dr. Theresa Ehret zu einem Vortrag über das Elsass während des Zweiten Weltkriegs in Breisach begrüßen zu dürfen. Dabei wird die Historikerin und Gymnasiallehrerin Einblicke in ihre Dissertation geben, die die NS-Herrschaft in der de facto annektierten Grenzregion in den Blick nimmt. Im Fokus stehen dabei Interaktionen zwischen den örtlichen Regimevertretern und der Bevölkerung in elsässischen Städten und Gemeinden.
Theresa Ehret promovierte 2024 in einem Cotutelle-Verfahren an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Université de Strasbourg. Ihre Arbeit wurde 2024 mit dem Ralf-Dahrendorf-Preis der Badischen Zeitung ausgezeichnet.
Ihr Buch erscheint im Mai 2026 unter dem Titel „Annexion und Alltag – Das Elsass unter nationalsozialistischer Herrschaft 1940-1944/45“ im Wallstein Verlag.
Vortrag:
1940 marschierte die Wehrmacht im Elsass ein. In der Folge wurde die Grenzregion faktisch annektiert und erlebte eine besondere Form der NS-Besatzungsherrschaft. Was bedeutete dies für die Menschen vor Ort? Bei der Alltagsbewältigung in Städten und Dörfern musste die Bevölkerung mit lokalen Regimevertretern umgehen. Der Vortrag beleuchtet, wie bei diesen Begegnungen Herrschaft ausgehandelt wurde und welche Anpassungsstrategien das Leben unter der NS-Diktatur prägten.

Dr. Theresa Ehret. Fotografie von Sophia Gass.