11. Kinderzimmer

Kantor Michael Eisemann und seine Frau Klara zogen 1924 mit ihren kleinen Buben Ludwig und Rudolf in das jüdische Gemeindehaus ein. Das Schlafzimmer für die Kinder öffnet sich lediglich zum Gang, in dem bei sonnigem Wetter Michael Eisemann die Kinder für den Hebräischunterricht versammelte. Ein drittes Kind wurde 1925 geboren, der Sohn Heinz, der im Alter von wenigen Monaten verstarb und von seinem Vater auf dem neuen Friedhof Isenbergstraße bestattet wurde.

 

Bei der Renovierung des Hauses wurden zunächst alle Wände vom Putz befreit. Die Nordwand wurde nicht neu verputzt, damit ein Stück Baugeschichte ablesbar bleibt, nämlich die Balken in der Wand, die deutlich eine blaue Farbe speichern, die wahrscheinlich in die Zeit datiert, als die jüdische Gemeinde das Haus erwarb und eine Schule einrichtete.

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